![]() |
![]() |
|
| Die Bibliothek zeigt eine Auswahl von Micha Pansis Lieblingsbüchern |
![]() |
![]() |
| Autor: Peter Straub
Titel: Ghost Story. Auf deutsch erschienen als Geisterstunde. Bevor Peter Straub Stephen Kings Vasall wurde, hat er tatsächlich eigene, sehr gute Bücher geschrieben. Ghost Story ist sein bestes. |
![]() |
| Autor: Edgar Allan Poe
Titel: Das Gesamtwerk. Seltsamerweise gibt es bis heute keine wirklich gelungene Verfilmung eines Werks von Edgar Allan Poe. Mir fällt jedenfalls kein Film ein, der Poes düsteren, ergreifenden Geschichten gerecht geworden wäre. Dabei sollte man annehmen, die Filmemacher würden sich auf diese Stoffe stürzen. Poes Erzählungen sind nicht nur meisterlich geschrieben, sondern auch sagenhaft spannend. In den Sechzigerjahren produzierte der amerikanische Filmemacher Roger Corman eine Reihe von Edgar Allan Poe Spielfilmen, darunter Die Maske des roten Todes, Lebendig begraben oder Grube und Pendel. Besonders bemerkenswert war eine psychedelisch bunte Version von Der Untergang des Hauses Usher mit dem unsterblichen Vincent Price als Roderick Usher in der Hauptrolle. Das Drehbuch schrieb der SF-Autor Richard Matheson (I am Legend, auf deutsch als Ich bin Legende erschienen, siehe unten). Alle diese Filme wirken eher komisch als gruselig. Eine Interpretation von Der Rabe wurde sogar als Parodie produziert. In Der Rabe bekam ein junger Schauspieler seine erste Rolle, der später zum Weltstar wurde: Jack Nicholson, hier angetan mit Federhütchen und Strumpfhosen. Mit dabei ist auch der großartige Peter Lorre und natürlich Vincent Price. Die Faszination von Edgar Allan Poe in einem Film einzufangen ist vielleicht unmöglich. Die Schrecken, die er beschreibt, entstammen seiner inneren Welt. |
![]() |
| Autor: Richard Matheson
Titel: I am Legend. Auf deutsch erschienen als Ich bin Legende. Soll man ihn nun bei Science Fiction oder Horror einordnen? Die Grenzen sind hier fließend. Fest steht, dass Richard Matheson ein Meister ist, und I am Legend ist sein Meisterwerk. Das Buch wurde auch verfilmt unter dem Titel The Omega Man, mit dem schlecht gelaunten Charlton Heston in der Hauptrolle. |
![]() |
| Autor: Howard Phillips Lovecraft
Titel: Das Gesamtwerk. Nicht minder verschroben als Poe war sein talentiertester Nachfolger, H.P. Lovecraft. Er führte das Dasein eines Sonderlings, der sich in seinen eigenen vier Wänden verkroch und mit der Außenwelt bloß schriftlich verkehrte. Zeit seines Lebens erschien nur ein einziges Buch von ihm, Schatten über Innsmouth. Daneben veröffentlichte er Kurzgeschichten in Zeitschriften. Lovecraft war der Erfinder einer neuartigen Form des Grauens, das er aus der Tiefe seiner Seele schöpfte. Unmenschliche, vorzeitliche Wesen und Gottheiten, die in der Verborgenheit lauern, schleichen sich in das Leben seiner Helden, die ihre Erlebnisse meist nicht unbeschadet verwinden. Lovecraft führte eine kosmische Dimension in die Horror-Literatur ein. Niemand beschreibt die Schrecken des Unbekannten eindrücklicher als er. Auch heute noch lesen sich die meisten von Lovecrafts Erzählungen so spannend, dass man die Bücher kaum aus den Händen legen kann. |
![]() |
| Autor: Ira Levin
Titel: Rosemary's Baby; The Stepford Wives und andere. Auf deutsch erschienen als Rosmaries Baby; Die Frauen von Stepford. Anhand von Levins Buch Rosemary's Baby drehte Roman Polanski seinen gleichnamigen Film. Der Film ist großartig, das Buch ist noch besser. In Die Frauen von Stepford verdreht Ira Levin den männlichen Traum von der vollkommenen Frau zu einem grauenvollen "Was wäre wenn"-Szenario. Diese Geschichte ist so verblüffend, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt. Das Buch hat nur wenig mit der gleichnamigen läppischen Komödie gemein, die vor einiger Zeit die Kinos heimsuchte. |
![]() |
| Autor: Robert Bloch
Titel: Psycho; Lori und andere. Auf deutsch unter den gleichen Titeln erschienen. Robert Bloch schrieb den berühmten Roman, nach dem Alfred Hitchcock seinen wahrscheinlich berühmtesten Film drehte. |
![]() |
| Autor: Clive Barker
Titel: The Books of Blood, Volume 1 3 und 4 6. Auf deutsch erschienen als Das Buch des Blutes, 1 6. Mit seinen ungewöhnlichen Kurzgeschichten läutete Clive Barker Mitte der Achtziger Jahre eine neue Ära in der Horror-Literatur ein. Bis heute gibt es im Horror-Genre nichts Vergleichbares. Leider erreichte Barker in seinen späteren Werken nie wieder die Maßstäbe, die er selbst mit seinen Büchern des Blutes gesetzt hatte. Vielleicht hat ihm das viele Geld, das er verdient hat, die Alpträume ausgetrieben. |
![]() |