Schild
Die Bibliothek zeigt eine Auswahl
von Micha Pansis Lieblingsbüchern

Dolch






Autor: Rex Stout

Titel: Alle Nero-Wolfe-Romane.

Manchmal habe ich keinen Appetit auf einen schweren literarischen Braten, dann möchte ich ein leichtes, knuspriges Häppchen und greife mir einen Roman von Rex Stout aus dem Regal. Am liebsten einen, den ich erst zwei- oder dreimal gelesen habe, und nicht schon zehnmal wie meine Lieblingsgeschichten Blutige Blaubeeren oder Der rote Bulle. Rex Stouts exzentrischer Detektiv Nero Wolfe, der zu fett und zu faul ist, um sein Haus zu verlassen und sein charmanter Assistent Archie Goodwin sind immer wieder eine Freude.

Autor: Gregory Mcdonald

Titel: Alle Fletch-Romane.

Gregory Mcdonalds Fletch-Romane sind witzig, geistreich und spannend und erheblich besser als die Verfilmungen.

Autor: Maurice Leblanc

Titel: Alle Arsène-Lupin-Erzählungen.

Mit Arsène Lupin schuf Leblanc den Prototypen des charmanten Gentleman-Verbrechers. Beim Lesen ist man stets auf Arsène Lupins Seite und drückt ihm bei seinen Diebstählen die Daumen.

Autor: Tony Hillerman

Titel: Alle Jim-Chee/Joe-Leaphorn-Romane.

Die Krimis von Tony Hillerman sind etwas ganz Besonderes, auf ihre eigene Weise haben sie einen Hauch von Fantasy an sich. Der Schauplatz von Hillermans Geschichten sind die Indianerreservate im Süden der Vereinigten Staaaten; seine Helden sind Peace Officer der Navajo Tribal Police – Jim Chee und Joe Leaphorn, zwei Navajo-Indianer, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Der junge Jim Chee hat es sich in den Kopf gesetzt, neben seiner Polizeiarbeit ein indianischer Schamane zu werden. Das klappt allerdings nicht ganz so, wie er sich das vorstellt.

Die Kluft zwischen indianischen Traditionen und dem modernen Amerika schildert Hillerman witzig und scharfsinnig. Beim Lesen seiner Bücher lernt man eine Menge über die indianische Kultur und Lebensart, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es so etwas wie "die Indianer" nicht gibt. Die Stammesvölker sind so verschieden wie Tag und Nacht und können sich oft gegenseitig nicht ausstehen, und das seit ein paar Tausend Jahren.

Tony Hillermans Romane stecken voller Liebe zu Land und Leuten. Er erweckt die großartigen Landschaften New Mexicos beinahe greifbar zum Leben. Beim Lesen wünscht man sich, man wäre dort, und irgendwann ist man soweit, dass man glaubt, man sei tatsächlich dort gewesen.

Autor: Carl Hiaasen

Titel: Double Whammy; Tourist Season; Native Tongue; Skin Tight und andere.

Auf deutsch erschienen als Dicke Fische, Krumme Hunde, Tourist Season, Unter die Haut und so weiter.

Ich habe selten beim Lesen eines Krimis so gelacht, wie bei Carl Hiaasen.

Autor: Dashiell Hammett

Titel: Das Gesamtwerk.

Der Großmeister aller Großmeister der Kriminalliteratur. Mit seinem Helden Sam Spade schuf Hammett den Archetypen des "hard boiled detective". Auch heute noch lesen sich Hammetts Geschichten packend und schmissig.

Autorin: Liza Cody

Titel: Bucket Nut; Monkey Wrench.

Auf deutsch erschienen als Was sie nicht umbringt... und Eva sieht rot.

Liza Cody schrieb zahlreiche Romane über ihre Detektivin Anna Lee, von denen ich keinen einzigen zu Ende gelesen habe, weil sie mich langweilten. Nicht so ihre (wenigen) Geschichten um die Schwergewichts-Catcherin Eva Wylie, die mich restlos begeisterten.

Autor: Gilbert Keith Chesterton

Titel: Alle Pater-Brown-Erzählungen.

Der Klassiker und immer wieder eine Freude zu lesen.

Autor: Lawrence Block

Titel: Das erste Dutzend der Matthew-Scudder-Romane.

Blocks Detektiv Matthew Scudder ist eine faszinierende Figur. Durch die frühen Romane hinweg versucht er, seine Alkoholsucht zu besiegen, tritt den Anonymen Alkoholikern bei und findet dann langsam ins Leben zurück. Man leidet mit ihm, will, dass er es schafft.

Die Geschichten an sich sind fast unerträglich spannend. In einer düsteren, eindringlichen Sprache erweckt Block die Straßen New Yorks zum Leben, wie man sie noch nie gesehen hat und beschwört Bilder herauf, die man nicht mehr vergessen kann.

Leider war der letzte Scudder-Roman, den ich gelesen habe, Hope to Die, eine herbe Enttäuschung. Damit dürfte diese suchterzeugende Serie beendet sein. Auch die restlichen Werke des Extrem-Vielschreibers Lawrence Block kann ich niemandem empfehlen.





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